AfD-Demo gegen Moscheebau in Rostock

Am 02.12.2019 fand erneut eine Kundgebung mit Demozug der Rostocker AfD gegen die Islamisierung statt. Konkret will man eine Moschee des „Islamischen Bundes“ verhindern, dem mangelnde Verfassungstreue vorgeworfen wird. Auf Seiten der AfD versammelten sich etwa 150 Personen. Auf die sechs angemeldeten Demonstrationen gegen die AfD verteilten sich etwa 350 Personen, die die Demos abliefen.

Etwa 350 AfD-Gegner warteten zu Beginn in der Gerhart-Hauptmann-Straße
Die Kundgebung am Bahnhof

Um 18.30 Uhr begann die Kundgebung am Bahnhofsvorplatz in Rostock. Organisator Steffen Reinicke (AfD) begrüßte die Teilnehmer als „Speerspitze“. In der Auftaktrede warnte Bürgerschaftsmitglied Stefan Treichel (AfD) vor den Gefahren des politischen Islams. Er warf dem „Islamischen Bund“ vor, „verlängerter Arm der radikalen Muslime“ zu sein. Sie vertreten eine „feindliche Ideologie“, die „unserem Grundgesetz und Rechtsstaat“ gegenüber stünden. Zudem sei der Islam eine gefährliche Ideologie, die sich gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau wende sowie Homosexuelle diskriminiere. Zum Schluss empfahl Treichel dem „Islamischen Bund“: „Packt Eure Koffer!“

Demonstranten der AfD auf der Kundgebung

Dr. Hans-Christoph Berndt, Organisator des Zukunftsbündis Heimat und AfD-Landtagsabgeordneter aus Brandenburg, hielt die zweite Rede. Ruhiger und moderater im Ton kritisierte er vor allem den Bruch der etablierten Parteien mit dem Nationalstaatsgedanken. So warf er den europäischen Sozialdemokraten vor, dass ihnen „der Boden wegbricht“, weil sie die „Nationalstaaten zu internationalen und multikulturellen Paradisen machen wollen“. Die neue „Klimahysterie“ sei nur ein Vorwand, um die Abschaffung der Demokratie, Wirtschaftsordnung und sozialen Sicherheit durchzusetzen. Ziel sei ein „Systemwandel“ und „Ende des fossilen Kapitalismus“, was er mit Zitaten von Führungspersonen der Klima-Aktivisten belegte.

Dr. Hans-Christoph Berndt bei seiner Rede

Während der Kundgebung kamen immer wieder Personen an die Seite heran und schrien: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda.“ Ein offensichtlich betrunkener junger Mann, den man der Punk-Szene zuordnen kann, bedrohte die AfD-Menge und beschimpfte sie mehrfach als „Hurensöhne“.

Ein hochgradig alkoholisierter, linker Extremist wollte die AfD-Demonstranten angreifen. Die Polizei hielt ihn ab. Dann beschimpfte er die Menge.
Demonstrationszug verzögert sich aufgrund von Sitzblockaden

Um 19 Uhr ging es dann über zum Protestzug. Etwas verspätet und an den Sitzblockaden vorbeischlängelnd erreichte man gegen 19.40 Uhr den Zielort. Dabei lief Musik des Rappers „Bloody 32“ und der Rockgruppe „Wutbürger“.

Die Abschlussrede hielt Johannes Salomon (AfD). Er schilderte einen Vorfall, bei dem die AfD im Rahmen des sogenannten Flügeltreffens in Binz angegriffen wurde. Doch anstatt, dass die anwesende Presse sachlich darüber berichtete, verschwieg man den Vorfall. Stattdessen wurde von einem friedlichen Gegenprotest in Binz gesprochen. Zur besinnlichen Weihnachtszeit wünsche sich Salomon für die Zukunft, dass Deutschland wieder ein „sicherer Rechtsstaat“ werde und seine Nachkommen „nicht in den Schulen indoktriniert werden“. Um 20.15 Uhr wurde die Veranstaltung beendet.

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