Breites Bündnis blockiert „Seebrücke“-Aufmarsch

Am 04.03.2020 hielt der Schweriner Ableger der bundesweiten Organisation „Seebrücke“ eine Kundgebung ab. Auf dem Marienplatz wurde ab 17 Uhr eine Stunde lang für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen protestiert. Dagegen regte sich Widerstand von einem spontanen Bündnis, das von der AfD-Stadtvertreterin Petra Federau angemeldet wurde.

#wirhabenplatz: Seebrücke für Aufnahme von vermeintlichen Flüchtlingskindern

Etwa 50 Personen versammelten sich auf dem Marienplatz und stellten ihre Forderungen. Insbesondere gehe es um Kinder, die die deutsche Gesellschaft aufnehmen solle. Dabei rief man auch zu zivilem Ungehorsam im Nachgang bei Facebook auf. Bereits vor einigen Wochen forderten die Linken im Schweriner Landtag eine Aufnahme von Kindern, die in griechischen Flüchtlingslagern auf weiteres Vorgehen des griechischen Staates warten (hier klicken).

Schnappschuss der Facebook-Seite von Seebrücke Schwerin

Besonders drastisch war das Bildmaterial. Mit einem Bild des toten Alan Kurdi wollte man der Öffentlichkeit emotionale Anschuldigungen machen und kognitive Dissonanzen auslösen. Nicht der Vater, der den jungen grundlos und fahrlässig in Gefahr brachte, war schuld, sondern ein anonymes „Wir“-Kollektiv in Schwerin sei kausal oder verantwortlich für unnötige Seeunfälle.

Emotionale Banner: Mit Bildern von Leichen wollten einige Demonstranten instrumentalisieren
AfD-Kreisvorsitzende mobilisierte Widerstand

Federau ließ das nicht auf sich sitzen. Unterstützung erhielt sie vom zuwanderungskritischen „Mondays for Germany“-Bündnis, das seit Monaten jeden Montag vor dem Finanzministerium protestiert (hier klicken). Etwa 30 Aktivisten verdeutlichten mit Bannern und Schilder, dass sie weitere enorme Kosten und kulturelle Transformationsprozesse ablehnen.

Ein Mann lief mit einem Schild umher mit klarer Botschaft
Seebrücke-Anhänger hören der Initiatorin zu
Mit Silhouetten, Symbolen und Piktogrammen erklären weitere Demonstranten ihre Weltanschauung
Allgemein, Deutschland, Meck-Pomm, Politik, Schwerin
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