Fake? Heftige Aushänge bei den Linken

ROSTOCK/STRALSUND/NEUBRANDENBURG. Spaziergänger staunen nicht schlecht. Bei verschiedenen Büros der Linken und ihrer Fraktionsgemeinschaften sind in den vergangenen Tagen kuriose Aushänge getätigt worden. Ob es sich dabei um echte eigene Aushänge, die von extremistischen Sympathisanten oder Satire von Gegnern handelt ist unklar. Polizeimeldungen gibt es noch nicht (Stand: 16:00 Uhr; 14.03.2020). Betroffen sollen nach Information der HANSE RUNDSCHAU Büros in Stralsund, Rostock und Neubrandenburg sein. Der HANSE RUNDSCHAU wurden nur die folgenden Bilder geschickt.

Aufruf zu Gewalt und Antiparlamentarismus
Aushang in der Hansestadt Stralsund

„Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.“ heißt es auf einem der Aushänge. Das Zitat soll aus der Feder von Karl Marx stammen, dem Vordenker des Kommunismus, der Ideologie, welche im vergangenen Jahrhundert eine blutige Spur durch millionenfachen Massenmord quer über den Erdball zog.

„Wir stehen zu den revolutionären Grundsätzen unserer Partei DIE LINKE“ wird ergänzt – man will mit dem Zitat wohl unmissverständlich seine ungebrochene Gültigkeit einräumen. Der Verfasser dieser Zeilen sieht sich offenkundig in besagter Tradition und schreckt wohl auch nicht davor zurück, die Grenzen des Sagbaren bis hin zu kaum verhohlenen Gewaltandrohungen auszudehnen. Beschrieben wird hier kein Transparent im gewaltbereiten schwarzen Block bei einer Antifa-Demonstration, sondern Aushänge an Büros der Linken in Stralsund, Neubrandenburg und Rostock. Dekoriert ist das Bekenntnis zur Ideologie des Kommunismus teilweise mit einem Propagandaplakat in der Ästhetik des sozialistischen Realismus.

Aushang in Neubrandenburg – Mit kämpferischem Bild

Daneben prangt ein Schreiben des Kreisvorstandes der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, adressiert an die „Bürger*innen der Stadt Stralsund, Genoss*innen“.

Typische sprachliche Formulierungen und Enteignungsdrohung

Laut Aushang sei der sogenannte „Neoliberalismus“ für Rassismus und Lohnsklaverei verantwortlich. Das Wort „Neoliberalismus“ und die Gendersprache finden primär im linken Meinungsspektrum Verwendung.

 „Als wichtiger  Schritt auf dem historischen Durchbruch der sozialistischen Idee hat das Zentralkomitee der LINKEN die baldige Durchführung einer Vermögensumverteilung im Sinne der sozialen Gerechtigkeit als unabwendbar an. Aus diesem Grund wollen wir insbesondere alle Bürger*innen, die über Vermögenswerte, die einen Gesamtwert von 550.000€ verfügen […] dazu ermutigen, freiwillig am anstehenden Umbau der Gesellschaft zu partizipieren.“

Zettel sind wohl ein Fake, aber von wem?

Unterzeichnet ist der Aushang mit dem Namen Wilhelm Zaisser. Dabei handelt es sich um den ersten Chef des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR. Die Unterschrift entpuppt sich als die Josef Stalins, dem georgisch-sowjetischen Massenmörder und Diktator. Es ist anzunehmen, dass es sich bei dem Schreiben um Satire handelt, allerdings könnte es auch als mahnender Aufruf von Linksextremisten oder DDR-Nostalgikern gewertet werden. Oder aber die Aushänge sind ernst gemeint, die jeweiligen Büroinhaber wollen sich aber (noch) nicht mit eigenem Namen dazu bekennen.

Erinnerungen an die extremistische Strategiekonferenz werden wach

Derart unverblümt reden und schreiben Vertreter der Linkspartei eher selten über die von ihnen geplanten sozialistischen Gesellschaftsexperimente. Jüngst meldete sich auf einer Strategiekonferenz der Linken eine Teilnehmerin mit der Forderung zu Wort, man solle das reichste ein Prozent der Bevölkerung erschießen. Bundesvorsitzender Bernd Riexinger (Die Linke) erwiderte lakonisch „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ und löste so einen Skandal aus. Angeblich soll alles nur ein Spaß gewesen sein. Weitere Videos entsetzten die Bundesrepublik und die Linksfraktion im Schweriner Landtag distanzierte sich von ihrem eigenen Parteichef Riexinger. Hier weitere Impressionen:

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