Interner Gegenwind: Windenergie-Zoff bei DIE LINKE M-V

Ein riesige Welle an Schmähkritik überspült derzeit den stellvertretenden Vorsitzenden der Kreistagsfraktion der Linken in Ludwigslust-Parchim, Andreas Sturm, auf seinem Facebook-Profil. Aber auch viele Leute verteidigen ihn. Auslöser für den öffentlichen, internen Zoff bildet eine Teilnahme an einem Windenergiekritik-Protest am 17.05.2019.

Zusammen mit anderen Linken und der Kleinpartei „Freier Horizont“ organisiert er einen „Marsch“ durch Schwerin. Dabei wird auf Handzetteln, die u. a. in Ludwigslust-Parchim verteilt wurden sowie auf Facebook, auch mit dem Logo der Linkspartei geworben.

Originalbild von Facebook

Die Forderungen beinhalten klare Forderungen der AfD, was die Sache besonders ungewöhnlich macht. So forderte die AfD-Fraktion bereits im Landtag, dass die Länderöffnungsklausel wieder in das BauGB eingeführt wird. Den Antrag stellten sie im Januar 2018. Zudem forderte die AfD-Fraktion per Antrag im Mai 2017 die Abstände von Windenergieanlagen zu vergrößern. Zum jetzigen Plenum steht ein Antrag der AfD-Fraktion auf der Tagesordnung ein Moratorium einzurichten. Dies stieß wohl bei einigen Landtagsabgeordneten der Linksfraktion auf Unbehagen.

Schnappschuss: Profil von Andreas Sturm

Rasho Janew, der Pressesprecher der Linksfraktion verkündete: „Das ist nicht die Meinung von DIE LINKE!“ Eine Facebooknutzerin schrieb darunter: „schade“. Aber auch die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Kröger, Karen Larisch und Karsten Kolbe kommentierten.

MdL Eva-Maria Kröger mahnt zur Geschlossenheit
Karsten Kolbe sieht das Logo zweckentfremdet
Karen Larisch erklärt ihre Sichtweise

Aber auch viele andersdenkende Bürger diskutierten auf der Seite von Andreas Sturm und gaben ihre Kritik an den Windenergieanlagen preis. Fakt ist, dass es wohl interne, gravierende Meinungsverschiedenheiten über fachliche Fragen gibt. Aber auch zwei unterschiedliche ideologische Lager scheinen sich aufzutun. Die einen, die eine klare ideologische Linie pro Windenergieanlagen nach außen vertreten wollen und die anderen, die wohl eher basisdemokratisch, insbesondere vor den Kommunalwahlen, deutlich kritisch gegen weitere Windenergieanlagen aufstehen.

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