„Öffnungsdiskussionsorgien“: Kritik aus MV

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht derzeit gut in den Umfragen da. Doch bei einer internen CDU-Besprechung kritisierte sie ungewöhnlich scharf auch ihre eigenen Mitstreiter. Die Kanzlerin bemängelte die „Öffnungsdiskussionorgien“ in den Bundesländern. Merkel sei besorgt, dass sich die Entwicklung der Corona-Kurve wieder umkehre. Weitere Diskussionen findet sie laut Medienberichten daher „nicht hilfreich“. AfD und FDP reagieren mit Kritik.

Das Wort geht viral – AfD gibt prompt Antwort

Die AfD aus M-V reagierte sofort. Der Fraktionsvorsitzende der AfD-Landtagsfraktion Nikolaus Kramer warf der Kanzlerin „Belehrungsorgien“ vor. Die Bundesrepublik sei kein „zentralistisches Privatlaboratorium der Kanzlerin für Gesellschaftsexperimente“. Die Zahlen hätte man scharf und föderal im Blick. Gerade Mecklenburg-Vorpommern sei vorbildlich und kaum betroffen. Insbesondere in Merkels Wahlkreis auf Rügen säßen die Touristiker dennoch bald vor den „Almosenschalen, wenn nicht gelockert würde. Falls die Epidemie wieder ausbreche, könne man „kommunale Lockdowns“ in Erwägung ziehen. Der Landesvorsitzende der AfD Holm sagte: „Man kann sogar gut und gerne die Öffnung befürworten UND gleichzeitig einen guten Infektionsschutz wichtig finden.“

„Das nennt sich Demokratie“

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Hagen Reinhold kommentierte das Geschehen bei Twitter.

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