Report: Offene Gärten in Schwerin

Diesmal schon am ersten Wochenende Anfang Juni und somit etwas früher als sonst, präsentierten sich auch in Schwerin wieder einige Kleingärten bei der Aktion „ Offene Gärten“ in Mecklenburg-Vorpommern. Der jetzige  Zeitpunkt wurde gewählt, um nicht mit der landesweiten Aktion -Kunst offen- zu kollidieren. 

Hervorzuheben und als vorbildlich anzusehen, war hier für Schwerin die Kleingartenanlage „Ostorf e.V. „ auf der Krösnitz, die für Besucher, auch ohne Auto oder, mit der Bahn oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist und durch die Lage am Ostorfer See, den Sinn und Zweck einer Kleingartenanlage zur Erholung auch für Bürger ohne Garten erfüllt“. Man muss nicht immer gleich einen Garten haben, sondern kann sich auch in der Stadt Schwerin an fremden Gärten erfreuen.

Das Vereinsschild

Nach verhaltenem Anfang am Samstag, an dem nur wenige Besucher den Weg nach Ostorf fanden, war der Sonntag hingegen als voller Erfolg zu bezeichnen. Die Besucher staunten über die üppigen und bunten Gärten. Ein paar Besucher berichteten, dass sich der ehemalige Schulgarten in Schwerin, nicht voll auf der Höhe der Zeit zeigte und eher einen „bescheidenen Eindruck“ bei vielen hinterließ. Andere Teilnehmer haben wohl mit Pflanzen und Blumen weniger am Hut und haben sich auf den Verkauf von Kaffee und Kuchen oder Töpferwaren spezialisiert. Zwei Damen erzählten am Sonntag von einer überaus langen Schlange in einem teilnehmenden Riesengarten in Drispeth, nein, keine Angst. Es war keine echte Schlange, sondern eine überaus lange „Kaffee-Schlange“ in einer Anlage, die Kaffee, Kuchen, Führungen und Pflanzen anbietet. Vereinzelte Kritik wurde geäußert, dass einige offene Gärten eher einem Töpfermarkt glichen, als denn einem offenen Garten, der nur einmal im Jahr seine Gartenpforte für Besucher öffnet. In Ostorf wurden allerlei Erfahrungen ausgetauscht und auch einige Ableger wechselten den Garten.

Interessierte Besucher beim Rundgang

Für den Ostorf e.V. war es jedenfalls ein voller Erfolg. Durch seine Teilnahme und die teilnehmenden Gartenfreunde in der Anlage wurde gezeigt, dass Kleingärten kein abgeschlossener Bereich sind, sondern auch der Erholung dienen. Ein Spaziergang mit der Familie durch eine der zahlreichen Kleingartenanlagen der Stadt Schwerin, kann für den Familienfrieden zuträglich sein und ist dankbar, um sich von PC oder Handy  für eine Weile zu trennen.

Die Kleingartenanlagen laden jedenfalls herzlich ein. Auch außerhalb der Aktion werben sie um Mitglieder in der Stadt Schwerin. Alle Anlagen sind frei zugänglich und dienen dem Erholungszweck. Viele Sparten bieten noch freie Gärten an. Vielleicht haben Leser der HANSE RUNDSCHAU bald auch einen grünen Daumen?      

Mohnblüte

Dass sich in der Stadt Schwerin nicht alle Kleingärten und Kleingartensparten an der Aktion beteiligen, ist natürlich schade, umso mehr loben die Mitglieder den Vereinsvorsitzenden Herrn Andreas Radke der Anlage in Ostorf, der es geschafft hat viele Mitglieder seiner Sparte für die Aktion zu begeistern.

Seitens vieler Kleingärtner wurde aber auch die mangelnde Werbung für die Aktion, über die Stadt Schwerin und über die Schweriner Volkszeitung bemängelt. Der Volkszeitung warfen Sie vor, nur mit genug Geld oder einem guten Draht zur Zeitung, die Chance zu erhalten, erwähnt zu werden und somit mehr Teilnehmer und Gäste zu gewinnen.

Norbert Höfs                        

Allgemein, Land und Natur, Leben, Meck-Pomm, Schwerin
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