Rostock: Stadt will für 9 Mio.  Euro Fläche zukaufen. FDP empört

Nach Informationen der Ostsee-Zeitung will die Stadt Rostock Ackerflächen in Biestow-Ausbau kaufen. Der Preis soll laut Beschlussvorlage mehr als 9,3 Millionen Euro betragen, um einen neuen Stadtteil (Groß  Biestow) zu schaffen. Das entspricht einem Quadratmeter-Preis von 166 Euro. Derzeit ist dort lediglich Ackerland.

„Der Ankauf steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb benachbarter Flächen, über die bereits mit Beschluss der Bürgerschaft entschieden worden ist“, schreibt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) in der Beschlussvorlage, die der Bürgerschaft vorgelegt werden sol.

FDP kritisiert Täuschung um Bürgerbeteiligung

Der Kreisvorsitzende der FDP Rostock Christoph Eisfeld kritisierte:

„Bürgerbeteiligung wird in Rostock wieder einmal zur Farce. Angesichts des heimlichen Ankaufs von Grundstücken in Biestow wird das Beteiligungsverfahren zum Flächennutzungsplan mit seinen verschiedenen Szenarien ad absurdum geführt. Wozu gab es Bürgerbeteiligung, wenn Groß Biestow in Wirklichkeit doch feststeht? Alles nur Show! Die engagiertesten Einwohner so an der Nase herumzuführen, führt zu Ermüdungsbrüchen im demokratischen Beteiligungsprozess und zur Stärkung des Populismus.“

Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen führt Eisfeld aus: „Die veranschlagten 166 Euro pro Quadratmeter führen nach Erschließung und Weiterverkäufen dann wieder zu den 350 Euro pro Quadratmeter, wie sie zuletzt von der WIRO in Stadtweide aufgerufen wurden. Das sind schon wieder keine Flächen für Durchschnittsverdiener. Erneut wird am tatsächlichen Bedarf für Rostock vorbei geplant.“

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