Schwesig Pressekonferenz: Corona lähmt MV

SCHWERIN. Am 13.03.2020 hielt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eine Pressekonferenz in der Staatskanzlei ab. Der NDR streamte live (hier klicken). Das Corona-Virus sei für „ganz Deutschland und unser Land eine große Herausforderung“ erklärte die Ministerpräsidentin. Es werden nun Maßnahmen ergriffen.

Schwesig berichtet vom Bundeskanzleramtstreffen

Im Kanzleramt gab es am 12.03.2020 ein Treffen aller Ministerpräsidenten und der Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Fachexperten unter anderem des Robert-Koch-Instituts hätten deutlich gemacht, dass die „Lage ernst ist“. In diesem und nächsten Jahr wird es wohl noch keinen Impfstoff geben. Laut Schwesig bestünde nur die Möglichkeit, das Virus „zu entschleunigen“.

Schwesig will keine „italienischen Verhältnisse“

Schwesig rät dazu alle sozialen Kontakte auf das notwendigste zu reduzieren. Das oberstes Ziel sei es, den „schwächeren Verlauf noch zu nutzen“. Das öffentliches Leben soll runtergefahren werden, um die Ausbreitung zu verzögern. Für 80% werde der Verlauf unproblematisch. Aber vor allem Ältere, angeschlagene Personen und chronisch Kranke sind gefährdet. Alle planbaren Operationen sollen verschoben werden.

Chance jetzt schon nutzen

Schwesig betonte, die Chancen müssen genutzt werden. Auf den ersten Blick sei es ein Widerspruch, denn nur 23 Fälle sind bisher bekannt. Deshalb sei es insbesondere jetzt aber möglich, die Ausbreitung zu unterbinden. Schwesig behält sich vor, die Kitas und Schulen zu schließen, wie das beispielsweise in Bayern oder im Saarland bereits der Fall ist. Oberbürgermeister Claus Madsen (parteilos) schloss bereits die Schulen und Kitas in der Hansestadt Rostock. Selbiges tat Landrat Stefan Sternberg (SPD) im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Ministerpräsidentin schlug den oberen Klassenstufen vor, digitale Lösungen zum Lernen zu Hause auszuprobieren.

Wirtschaft kollabiert

Laut Schwesig sei es eine gute Nachricht, dass die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern nicht sonderlich exportorientiert sei. Leidenden Unternehmen will die Bundesregierung mit Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen unter die Arme greifen.

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