Anschlag auf Burschenhaus in Greifswald

GREIFSWALD. Am frühen Morgen des 1. Februars ereignete sich zum wiederholten Male ein Anschlag auf das Haus der Studentenverbindung Markomannia Aachen Greifswald.

Zerstörungswut im Foyer

Im Eingangsbereich des Verbindungshauses wurde ein Fenster mithilfe eines Kanalgitters aus dem Rahmen gerissen. Das Haus befindet sich am Karl-Marx-Platz. Gegen 5 Uhr morgens wurde der Schaden von mehreren Mitgliedern der Burschenschaft festgestellt. Es wurde umgehend Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Den Aufnahmen der Überwachungskamera zufolge wurde die Tat um 04:47 Uhr von einer männlichen Person durchschnittlicher Größe in dunkler Jacke, heller Hose und hellen Turnschuhen begangen. Das Kanalgitter wurde einige Straßen weiter unweit des Tatorts aus der Straße gerissen. Der Sachschaden beläuft sich auf eine vierstellige Summe.

Zerstörungen im Eingangsbereich
Das entwendete Kanalgitter
Politisches Motiv?

Auf Nachfrage der HANSE RUNDSCHAU gehen Mitglieder des Vereins von einem politischen Motiv aus. Die Häuser der Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald sowie anderer Studentenverbindungen Greifswalds wurden in den letzten Jahren wiederholt Ziel linksmotivierter Attacken. So wurde 2017 die Fassade des Burschenschafterhauses und Studentenwohnheimes mit Ölfarbe beschmiert, 2015 nach einem Einbruch unter Wasser gesetzt.

Burschenschaften sind Hort des Konservatismus

Die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald ist eine pflichtschlagende, politische Studentenverbindung und bekennt sich zu den Prinzipien der Deutschen Burschenschaft: Ehre, Freiheit, Vaterland. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für einen freien und überparteilichen Diskurs ein. Dies scheint immer wieder Widersacher anzulocken, die mit Gewalt und Straftaten reagieren.

Allgemein, Greifswald, Kriminalität, Meck-Pomm
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