CDU-Nordländerfraktionen setzen auf Wasserstoff

Die CDU-Fraktionschefs der norddeutschen Bundesländer haben am 30.09.2019 bei einer CDU-Konferenz in Bremen eine verbesserte Wasserstoffstrategie gefordert. In ihrem Papier fordern die Politiker, die Nutzung von Wasserstoff bei der Energiewende zu priorisieren. Die Landesregierungen von Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden aufgefordert mehr Fokus auf Wasserstoff-Technologien zu legen.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, erklärte dazu in einer Pressemitteilung: „Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen und die Energiewende zu schaffen, müssen wir neue Wege gehen, die Wasserstoffenergie kann da ein wichtiger Baustein sein. Und wir wollen, dass Norddeutschland mit seiner Expertise bei dieser Technologie vorne weggeht. Norddeutschland ist mit seinen vielen Offshore- und Onshore-Windkraftanlagen prädestiniert als Wasserstoffregion. Die Anlagen eignen sich als Stromlieferant zur Produktion von Wasserstoff und die See- und Binnenhäfen als Umschlagplatz und als Energieträger, wenn es zum Beispiel um die Beheizung von Logistik- und Produktionshallen (Wasserstoff-KWK) geht, und als Kraftstoff für LKW, Busse, Spezialfahrzeuge und Schiffe sowie zur Errichtung von Elektrolyseanlagen. Wir sind uns alle einig, dass durch die Wasserstoffwirtschaft eine große Chance für unsere Regionen besteht und wir so einen entscheidenden Beitrag für eine emissionsärmere Mobilität leisten können. Sie bietet die Grundlage für eine klimaneutrale Energietransformation mit Ausblick auf einen Strukturwandel mit qualifizierten Arbeitsplätzen.“

Im Mai 2019 gab es noch Debatten um die Wasserstoff-Tankstelle in Hagenow. Sie ist die zweite überhaupt in Mecklenburg-Vorpommern. Kritik wurde laut, da die Wasserstoffstation in Rostock viel zu wenig Kunden hatte. Laut Ostseezeitung gab es auch Anfang 2019 gerade einmal zwei zugelassene Fahrzeuge in der MV-Statistik des Kraftfahrtbundesamtes. In Deutschland gibt es etwas mehr als 500 Fahrzeuge.

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