FDP- und CDU-Büros in Schwerin beschmiert

Über Nacht wurden in Schwerin die Landesgeschäftsstellen der FDP und CDU sowie das Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt Ziel linksextremer Sachbeschädigung.

Am FDP-Büro ist der Schriftzug „Fight Nazis! FCK FDP“ zu lesen. Auf der Fensterscheibe des Büros Monstadts ist nun „Mitte Extremist“ zu lesen, an der Fassade der Landesgeschäftsstelle der CDU in der Wismarschen Straße wurde die Partei als „Nazi Unterstützer“ bezeichnet.

FDP und CDU kritisieren Sachbeschädigung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Monstadt veröffentlichte den Vorfall auf Facebook und schreibt dazu: „Sachbeschädigung ist nicht mein Verständnis von Demokratie“. Auch die FDP äußert sich in den sozialen Medien zu dem Angriff. Die Partei sei für Meinungsaustausch offen, für Sachbeschädigung jedoch nicht, so der Landesverband auf Facebook. Zudem wurde vor dem Büro ein Schild aufgestellt, auf dem jeder seine Meinung ohne Sachbeschädigung kundtun könne.

Die LINKE Schwerin: Ramelow sei durch „Intrige von Faschisten seines Amtes enthoben“ worden

Der Kreisverband der LINKEN Schwerin fordert die Ministerpräsidentin Schwesig auf, die Koalition von CDU und SPD auf Bundesebene in Frage zu stellen. Die CDU und FDP seien aus dem demokratischen Spektrum der Parteien ausgeschieden, heißt es in dem Beitrag auf Facebook. Sie behaupten, Bodo Ramelow sei durch eine „Intrige von Faschisten seines Amtes enthoben“ worden.

AfD kritisiert Äußerungen der Schweriner Linkspartei

Auch die AfD, deren Büro in der Friedrichstraße bereits mehrfach Ziel linksextremer Sachbeschädigungen war, äußert sich zu den Vorfällen. Der Sprecher des Schweriner Kreisverbands, Martin Schmidt, erklärt, dass es Zeit sei, verbal abzurüsten. „Man sieht ja, was passiert, wenn mit verrohter Sprache solche absurden demagogischen Kunststücke in die Welt gesetzt werden“, so Schmidt.

Hintergrund der Schmierereien ist offenkundig die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich, der als Konkurrent von Bodo Ramelow mit Stimmen von Abgeordneten der FDP, AfD und CDU zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt wurde.

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