Linksfraktion will M-V zum Kiffer-El-Dorado machen

Der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag M-V, Torsten Koplin, stellt neue Forderungen zur Cannabispolitik. Diese resultierten aus der Antwort auf seine Kleine Anfrage (Drucksache Landtag M-V 7/3727). Er wies die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung auf deren eigenes Parteiprogramm hin und forderte eine Modellregion:

“Entgegen der eigenen Beschlusslage in der Partei und den Versprechungen vor den Landtagswahlen 2016 lehnt die mitregierende SPD in M-V die kontrollierte Freigabe von Cannabis ab. Nicht einmal die Möglichkeit eines Modellprojektes in Mecklenburg-Vorpommern wurde bislang geprüft.“

Laut Koplin stieg die Zahl der Cannabisdelikte in vier Jahren um mehr als 1000 Fälle auf 3882. Die restriktive Verbotspolitik sei daher „grandios gescheitert“. Koplin gehe es nicht um Verhamlosung, sondern mehr um Prävention und einem Ende der Kriminalisierung der Süchtigen. Seine Fraktion schlussfolgerte deshalb eine Legalisierung des Kiffens in einer Modellregion in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die Linksfraktion steht für einen generell anderen Umgang mit Cannabis. Eine kontrollierte Freigabe von Cannabis für volljährige Personen und die damit verbundene Austrocknung des kriminellen Schwarzmarktes sollte zunächst in einer Modellregion erprobt werden. Mecklenburg-Vorpommern kann so eine Modellregion sein.“

Eine solche Modellregion wäre einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland und würde neue, legale und wirtschaftliche Betätigungsfelder eröffnen. Welche konkreten Cannabis-Produkte künftig feilgeboten werden dürfen, ließ Koplin offen. Ebenso wie dadurch Sucht bekämpft werden kann.

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