Mädchen in Greifswald vergewaltigt: „Südländer“ gesucht (Update: 16:37 Uhr)
Aktualisierte Pressemitteilung der Polizei: Mädchen hat gelogen

Die Polizei verkündet seit Nachmittag: „Die am heutigen Vormittag durch Pressemitteilung veröffentlichte Vergewaltigung einer 15-Jährigen hat nicht stattgefunden.

Nach weitergehenden Ermittlungen und Zeugenbefragungen der Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Anklam am heutigen Tage, wurden erhebliche Widersprüche in der Aussage der Jugendlichen bekannt.

Wie am heutigen Nachmittag ermittelt werden konnte, kam es gestern zu einvernehmlichen Handlungen mit einem gleichaltrigen Jugendlichen. Im Anschluss geriet das Mädchen in familiäre Erklärungsnot und brachte daher den Unbekannten ins Spiel.

Gegen die 15-Jährige wird nunmehr wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Das Jugendamt wurde informiert.“

Die vorherige Pressemitteilung der Polizei

Am gestrigen Abend (18.12.19) informierte die Mutter eines 15-jährigen Mädchens die Polizei darüber, dass ihre Tochter vermutlich vergewaltigt worden sei.

Den einsetzten Beamten vertraute sich die Jugendliche an und berichtete folgendes: Das Mädchen habe sich gegen 19:30 Uhr von der Greifswalder Einsteinstraße nach Hause begeben wollen. Auf ihrem Weg habe sie nach einiger Zeit einen ihr unbekannten Mann bemerkt, der sie verfolgt habe. In der Max-Plank-Straße habe der Unbekannte sie plötzlich mehrfach geschubst, sodass sie auch gefallen sei. Auf dem Gelände eines Spielplatzes (Nähe Greifschule) habe er sie vergewaltigt. Nachdem sie sich körperlich gewehrt hatte, sei ihr schließlich die Flucht gelungen. Sie sei nach Hause gelaufen. Ob der Mann ihr gefolgt sei, konnte sie nicht sagen.

Noch in der Nacht wurde der vermutete Tatort durch den Kriminaldauerdienst kriminaltechnisch untersucht. Ein Fährtenhund konnte aufgrund eines fehlenden Geruchsvorhaltes nicht angesetzt werden. Eine Fahndung nach dem unbekannten Tatverdächtigen blieb bislang ohne Erfolg. Das Mädchen wurde ärztlich und rechtsmedizinisch untersucht. Sie ist körperlich leicht verletzt. Die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Anklam wurden alarmiert und führten noch in der Nacht eine Vernehmung des Mädchens durch.

In ihrer Vernehmung bestätigte die Geschädigte den geschilderten Sachverhalt. Den unbekannten Tatverdächtigen beschrieb die Jugendliche als etwa 40 Jahre alt mit kräftiger Statur, er habe einen südländischen Teint gehabt, sein kurzes Haar und der „Zickenbart“ seien bräunlich gewesen. Zum Tatzeitpunkt habe der Mann eine dunkle Weste über einem Pullover und eine dunkle Jogginghose getragen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise oder Angaben zur Identität des unbekannten Tatverdächtigen geben können, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 / 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Allgemein, Greifswald, Kriminalität, Meck-Pomm
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