Mutmaßliche Nazis besprühen deutschen Friedhof

Aus einer Polizeimeldung: Am Freitag, dem 10.01.20, teilte ein Hinweisgeber den Beamten des Polizeihauptreviers in Stralsund mit, dass er auf dem Friedhof Hakenkreuze festgestellt hat. 

Die eingesetzten Beamten mussten die Meldung bestätigen. Unbekannte Tatverdächtige hatten auf dem Neuen Frankenfriedhof mehrere Pfeiler, Bäume, den Weg und Begrenzungssteine mit blauer Farbe besprüht. Auf dem Weg zwischen Frankendamm und Kalandshof brachten sie Hakenkreuze, SS-Runen und die Schriftzüge „I love Adolf Hitler“ und „Penis“ an. Den Beamten gelang es, die Schriftzüge auf dem Weg und ein Hakenkreuz von einem Baum zu entfernen. Die Beseitigung der restlichen Schmierereien wurde veranlasst. Eine Schadenshöhe kann derzeit nicht benannt werden. 

Weiterer Vorfall in Greifswald

Am Samstag (11.01.20) gegen 05:20 Uhr wurde in Greifswald ebenfalls das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gemeldet. Ein Gruppe von sechs Personen (fünf Männer und eine Frau) sei über den Marktplatz gelaufen und habe dabei lautstark „Sieg Heil“ gerufen. Zwei der Männer konnten durch Zeugen näher beschrieben werden. Ein Mann sei etwa 25 Jahre alt, 190 cm groß und schlank gewesen. Er war dunkel gekleidet und trug sein hellbraunes Haar kurz. Der zweite Mann, dessen Beschreibung möglich war, war etwa 30 Jahre alt, schlank und ca. 180 cm groß. Er habe einen ungepflegten Eindruck gemacht. Die eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzung konnte keine Personen mehr feststellen. 

Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird gemäß §86 a StGB mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen.

Allgemein, Greifswald, Kriminalität, Meck-Pomm, Stralsund
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