MV: Landesregierung will mehr illegale Einwanderer in Arbeit bringen

Mit einer Landesfachtagung will das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit interessierte Unternehmer über die Möglichkeiten zur beruflichen Integration von Migranten informieren. Die Veranstaltung findet am 7. November 2018 in Rostock statt. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt voran, die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst. Um weiterhin den Bedarf zu decken, sollten die Betriebe alle Möglichkeiten zur Besetzung ihrer offenen Stellen nutzen.“, forderte Minister Harry Glawe.

Auf der Veranstaltung wird unter anderem über das neue Einwanderungsgesetz und Fördermöglichkeiten für Unternehmen informiert sowie Beispiele guter beruflicher Integration aufgezeigt. Referenten sind unter anderem Margit Haupt-Koopmann (Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit) und Dr. Ulrike Hornung vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Beispiele für gelungene Integration werden beispielsweise Yvette Hartmann (Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG) und Manuela Kulawik (Pflegedienstleiterin im Cura Seniorencentrum Pasewalk) vorstellen.

15 Prozent der Migranten auf Sozialhilfe angewiesen

Im September 2018 waren in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 7.500 illegale Einwanderer (darunter 4.600 Personen unter 35 Jahren) arbeitssuchend. Im März 2018 (aktuellste Daten) waren 1.500 Personen (+ 600 im Vergleich zum Vorjahresmonat) aus den Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- Berufsforschung (IAB) müssen 15 Prozent aller arbeitenden Asylbewerber ihren Lohn aufstocken. Die meisten Migranten arbeiten in Niedriglohnjobs, die kaum Deutschkenntnisse und nur geringe Qualifikationen fordern. „Fast ein Drittel findet den Zahlen zufolge eine Anstellung in der Zeitarbeit. Jeweils elf Prozent arbeiteten im Gastgewerbe und in Dienstleistungsunternehmen, oftmals in der Reinigung, Logistik oder Security.“, schrieb die WELT.

Laut einer Auswertung der Arbeitsagentur aus September 2018 erhalten 64 Prozent aller nichteuropäischen Migranten SGBII-Sozialleistungen. Das bedeutet 617.000 illegale Einwanderer beziehen ausschließlich Hartz4 (Stand: Juni 2018). Lediglich 29 Prozent der Asylbewerber hatten bundesweit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. „Geschützte Personen haben grundsätzlich Anspruch auf die gleichen Sozialleistungen wie deutsche Staatsangehörige und es besteht ein uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt“, so die Arbeitsagentur.

Bei Deutschen beträgt der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 68 Prozent.

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Meck-Pomm, Wirtschaft
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